– Was hast du denn da? – Husten. – Das war’s?!

Zehn Tage Husten. Die Temperatur ist normal, meine Nase ist nicht undicht. Aber es ist fast unmöglich, meine Hausaufgaben zu machen. Ich habe aufgegeben und wollte einen Termin vereinbaren. Der Arzt in meiner Nähe war nicht da – im Urlaub. Ich wurde an einen Therapeuten in einem nahe gelegenen Wahllokal verwiesen.

Mein erster Besuch.
– Wer hat Sie an mich verwiesen?
– Die Empfangsdame.
– Ich kümmere mich um sie… Was haben Sie denn?
– Husten.
– Das war’s?!
– Der geht erst nach zehn Tagen weg.
– Du kannst drei Wochen lang husten, warum bist du überrascht?

Sie hat mir nur widerwillig zugehört:
– Kein Keuchen, ich weiß nicht, warum dich dein Husten so sehr stört.
– Soll ich ein Foto machen?
– Ja, warum? Ihre Röntgenbilder sind noch nicht abgelaufen.
– Eine Blutuntersuchung?
– Willst du wirklich einen Bluttest machen? Ich gebe Ihnen eine Überweisung, morgen früh um 8.00 Uhr in der Klinikapotheke, kaufen Sie diese Medikamente und machen Sie eine Kur.
– Vielleicht nach dem Bluttest?
– Was macht das für einen Unterschied?

Ich nehme die Liste mit den zehn Medikamenten und beginne, im Internet zu recherchieren, um herauszufinden, welche “Chemotherapie” mir verschrieben wurde. Der dritte Punkt ist ein starkes Antibiotikum, das Nebenwirkungen hat. Am nächsten Tag mache ich einen Bluttest. Am nächsten Tag gehe ich mit den Testergebnissen zu demselben Arzt.

– Nun, ich habe Ihnen doch gesagt, dass alles in Ordnung ist!
– Warum brauchen Sie Antibiotika?
– Was für welche?

Ich zeige Ihnen die Liste von vor zwei Tagen.
– Was verwirrt Sie so? Das ist ein typisches Behandlungsprotokoll!
– Für was?
– Warum sind Sie so schlau, wenn Sie wollen, kann ich Sie an einen HNO-Arzt überweisen, vielleicht ist es in seinem Fachgebiet.
– Ich will es, schicken Sie es.

Die Überweisung wird mit zusammengepressten Lippen geschrieben und fast in meine Richtung geworfen. Der HNO-Arzt war, Gott sei Dank, viel angemessener. Er wirft einen Blick auf meinen Rachen und orientiert sich sofort:
– Sie haben eine Pharyngitis. Es ist nichts Ernstes, aber Sie müssen sich schonen. Nächtliche Kompressen und eine Bandreduktion würden ausreichen.
– Vielen Dank, Herr Doktor!
– Gern geschehen, gute Besserung!

Zwei so unterschiedliche Herangehensweisen an die Patienten. Warum ist das so?

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