“Verlassen Sie mein Haus!” – sagte ich zu meiner Schwiegermutter, als sie wieder einmal begann, mich zu beleidigen

Das einzige, wovor ich in meinem Leben immer Angst hatte, war eine wütende Schwiegermutter. Ich war schon einmal verheiratet. Aber in dieser Hinsicht hatte ich wohl Glück. Mein erster Mann kam aus einem Waisenhaus und hatte keine Eltern. Ich habe also nie eine Verurteilung in meine Richtung gehört. Aber mit meinem ersten Mann hat es nicht geklappt. Wir waren nur fünf Jahre verheiratet und ich reichte die Scheidung ein. Als wir heirateten, war ich noch an der Universität. Nach einem Jahr begann mein Mann zu trinken, er machte Schulden, und für mich als seine Frau galten die gleichen Verpflichtungen. Ich musste mein Studium aufgeben, um zu arbeiten und meine Schulden zu bezahlen.

Ich habe mir mit meiner Ehe nur eine Menge Probleme eingehandelt. Als ich mich von ihm scheiden ließ, atmete ich erleichtert auf. Endlich wird es keine Probleme mehr geben. Zwei Jahre lang war ich allein, kam zu mir, sammelte mich Stück für Stück. Dann lernte ich Oleg kennen. Er war nie verheiratet gewesen, und er hatte außer mir noch nie eine ernsthafte Beziehung gehabt. Irgendwie hat sich alles schnell gedreht und gewendet. Er machte mir einen Heiratsantrag, und ich sagte Ja. Dann gingen wir zu seiner Mutter.

Schon auf der Schwelle der Wohnung sah ich das verärgerte Gesicht seiner Mutter. Sie warf mir unvermittelt etwas wie “Hallo” zu und ging in ein anderes Zimmer. Ich begriff zunächst gar nicht, was los war. Vielleicht stimmte etwas mit mir nicht oder etwas mit meinen Kleidern. Aber nein, ich war recht zurückhaltend gekleidet. Schon am Tisch schaute mich meine Schwiegermutter anerkennend an und schwieg. Ein solcher Blick in meine Richtung war mir unangenehm. Und als ich schon errötete, stieß sie scharf hervor.

-Hm, Sie sind also auch ohne Ausbildung? Ich nehme also an, dass du ahnungslos bist? -Mit einem leichten Grinsen und Verachtung wandte sie sich mir zu. Ich zögerte ein wenig, antwortete dann aber ruhig und nippte an meinem Tee.
-Ja, meine Ausbildung ist eine unvollständige Hochschulausbildung, es hat sich im Leben so ergeben, dass ich die Universität nicht beenden konnte, aber der Plan ist immer noch, das Studium zu beenden. -Die Schwiegermutter brummte laut.
-Hmm, Pläne, die Schule zu beenden? Und wann wirst du eine Ehefrau sein, hm? Wann wirst du deine Kinder erziehen, für deinen Mann kochen und das Haus putzen? Du bist eine große Zarin. -Sie kicherte wieder, nahm einen weiteren Schluck Tee und stellte die Tasse zurück auf den Tisch. -Ich will dir mal was sagen, mein Sohn braucht solche Schlampen wie dich überhaupt nicht.

Ich sehe dich an – so wie du bist, und mit Aussehen, und mit einer Figur, und trotzdem kein Verstand. -In dieser Sekunde war ich so beleidigt. Ich bin sofort vom Tisch aufgestanden und ins Bad gegangen. Ich weinte. Ein wildfremder Mensch beleidigt mich ohne Grund, und mein Mann schweigt. Es ist gut, dass wir bald ihr Haus verlassen haben. Ich hatte keine Lust mehr, zu ihr zu gehen. Aber sie kam zu uns nach Hause, und jedes Mal versuchte sie, mich auf irgendeine Weise zu beleidigen oder zumindest zu verletzen.

Irgendwie habe ich mich nicht an einen Psychologen gewandt, um herauszufinden, was ich tun sollte. Nach ein paar Sitzungen wurde mir klar, dass meine Schwiegermutter eine typische Manipulatorin war und ich das Opfer, weil ich mich von ihr beleidigen ließ und mich aufgrund meiner Erziehung nicht wehrte. Als sie mich also wieder einmal beleidigte, bat ich sie sofort, mein Haus zu verlassen. Wir kommunizieren nicht mehr miteinander, aber das ist mir egal, und mein Mann hat in dieser Hinsicht keine Prinzipien.

 

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