– Tantchen, meine Großmutter braucht Medizin. Lass mich helfen!

– Tantchen, meine Großmutter braucht Medizin. Ich will ihr helfen!
– Nur zu, nur zu. Du wirst nicht einmal das bekommen! Armer Mann! – Der dicke Mann stichelte und drehte die neue Maschine in seinen Händen.
– Und du… Fettsack! – schrie Robert durch seine Tränen hindurch.
– Du bist derjenige, der eifersüchtig ist. Ich habe einen Kühlschrank voller Essen, und du und Oma sitzen auf einem Brei, – lachte der Junge.

Der Junge fühlte sich so verletzt, dass ihm ein Schauer über den Rücken lief. Er ist wirklich bei seiner Großmutter aufgewachsen. Sie lebten von einer Rente und konnten sich kaum über Wasser halten. Die alte Frau war bereits im hohen Alter, ihre Gesundheit ließ sie im Stich. Aber sie hielt durch, weil sie wusste, dass niemand ihren Robert haben wollte.

– Wenn deine Großmutter rausgeschmissen wird, stecken sie dich in ein Waisenhaus! Dort wird dein lustiges Leben beginnen”, neckte die Nachbarin Robert weiter.
– Wer hat dir das erzählt? – Der arme Kerl war überrascht.
– Meine Mutter, und die lügt nie.

Robert schnappte sich seine kaputte Schreibmaschine, die er auf dem Schrottplatz gefunden hatte, und rannte nach Hause. Er war so verängstigt. Er rannte zu seiner Großmutter und fing an, sie zu umarmen.

– Großmutter, lebe einfach! Bitte”, weinte er in ihren Armen.
– Hey, was machst du da, Enkel? Bei wem soll ich dich denn jetzt lassen? – Die alte Frau hustete.
– Die Nachbarin sagte, dass du sterben wirst und sie mich in ein Waisenhaus stecken werden.
– Das ist doch Unsinn. Hör nicht auf den dicken Mann. Ich lege mich hin, Liebling, ich fühle mich nicht gut.

Robert wusste, dass sich der Zustand seiner Großmutter von Tag zu Tag verschlechterte. Sie sollte ins Krankenhaus gehen – und sie hat kein Geld. In letzter Zeit hatte sie sich nur noch hingelegt und gehustet. Robert beschloss, um jeden Preis Geld für Medikamente zu besorgen.

Er ging in die Drogerie und sagte:

– “Tantchen, meine Großmutter braucht Medizin. Lass mich helfen! Ich kann den Boden schrubben oder schwere Kisten tragen. Wenn sie stirbt, werde ich ein Waisenkind sein.
– Geschieht dir recht, du Bettler”, fuhr der Apotheker Robert an.
– Wie kannst du nur so mit dem Jungen reden? – sagte das Mädchen, das hinter Robert in der Schlange stand.

Das Gesicht der Apothekerin veränderte sich sofort – sie hatte nicht erwartet, dass sich jemand für Robert einsetzen würde.

– Was hat deine Großmutter für Schmerzen? – fragte die Fremde.
– Sie hat einen schlimmen Husten, sie kommt nicht aus dem Bett”, flüsterte der Junge.
– Jetzt werden wir alles kaufen. Mach dir keine Sorgen.

Das Mädchen kaufte Medizin und nahm Robert mit nach Hause. Sie hatte einen Abschluss in Medizin, also untersuchte sie die alte Frau und stellte eine Diagnose. Bald ging es der Verwandten wieder besser. Das Mädchen besuchte ihre neuen Freunde oft. Und als die alte Frau starb, adoptierte sie Robert.

Robert ist jetzt 25 Jahre alt. Er ist in seinen Kreisen ein berühmter Chirurg.

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