Sie dachte, sie hätte Glück gehabt, aber es stellte sich heraus, dass sie einen “unverkäuflichen Mann” bekam.

Helena las gerne verschiedene Artikel über das Leben und Familienbeziehungen. Und sie schrieb auch gerne Kommentare zu diesen Artikeln. Es versteht sich von selbst, dass sie ihre eigenen Schlussfolgerungen mit den Menschen teilte, aber sie war Psychologin, und das sollte sie auch tun. In ihrem Privatleben war sie glücklich und zufrieden. Sie war stolz auf sich, ihr Aussehen und ihr Handeln. Alle anderen, so dachte sie, waren dumme Kinder, die nicht einmal wussten, wie man lebt, weil sie keinen Verstand dafür hatten.

Sie war davon überzeugt, dass, wenn ein Mann seine Frau verließ, die Frau schuld war, weil sie ihren Geliebten nicht halten konnte. Helena sündigte oft, indem sie sich über verlassene Frauen lustig machte, weil sie sich selbst vernachlässigten und in ihrem Kopf nur Platz für Töpfe und Pfannen war. Sie schrieb, dass Männer menschliche Wesen seien und Liebe, Zuneigung und Fürsorge bräuchten. Nun, sie, ein kluges Mädchen, hatte Glück und konnte einen Mann nicht nur gewinnen, sondern auch behalten. Sie gab kluge Ratschläge nach dem Motto: “Ich habe es geschafft, du wirst es auch schaffen!”

Und ihr Urteil war keineswegs unbegründet, denn sie hatte ihren Mann erst kürzlich in einem harten Kampf mit ihrem Ex-Gatten zurückgewonnen. Und wie könnte sein Ex mit ihr konkurrieren, denn sie war klug, schön und jung.

Seit fast einem Monat lebte der Mann ihrer Träume bei ihr. Er hatte seine Ex, mit der er zwanzig Jahre lang zusammengelebt hatte, für sie verlassen. Helena war stolz auf sich, und so rief sie es schamlos in die Welt hinaus: “So klug und schön bin ich, und dieser Clown hat es verdient!” Aber in Wirklichkeit schadete ihr das “Ungeschick” nicht. Helena hasste sie nur, weil sie einmal seine Frau gewesen war.

Zur gleichen Zeit saß “Cluchka” mit ihren Freundinnen in der Küche bei einer Flasche Champagner und feierte ihre Freiheit. Sie lachte, scherzte und schmiedete Pläne für ihren Urlaub, denn sie würde sicher in ihr Traumland fahren – nach Frankreich.

– Ich mache mir nur Sorgen, dass er nicht daran denkt, zurückzugehen”, scherzte die Ex. Sie weinte nur eine Woche lang, und das auch nur, weil sie sehr verletzt war. Ihre Tränen versiegten, als sie erkannte, dass sie nicht wirklich verlassen worden war, sondern ein Geschenk erhalten hatte – sie hatte ihre Freiheit erhalten!

Jetzt musste sie nicht mehr von der Arbeit nach Hause rennen, um etwas zum Abendessen zu machen, sie musste nicht mehr eine Stunde früher aufstehen, nur um ihm Frühstück zu machen. Sie konnte sich jetzt Filme ansehen, die ihr gefielen, ins Kino gehen und mit ihren Freunden abhängen. Jetzt, wo sie eine freie Frau ist, kann sie viele Dinge tun! Sie hatte alle Zeit der Welt, die sie mit sich selbst verbringen konnte! Sie war wahnsinnig froh, dass ihr Mann von sich aus entschieden hatte, dass sie sich trennen sollten, denn sie hätte diesen Schritt nie getan.

– Oh je, nachdem der Gatte in guten Händen war, Hauptsache, das Mädchen hat ihn jetzt nicht vergrault. Was, wenn er es leid wird, den guten Mann zu spielen und vor ihr all seine Eingeweide ausschüttet, und sie dann in den Sumpf der Häuslichkeit und seines strengen Rahmens ewiger Unzufriedenheit und Verbote zieht, so dass ihr in einem Augenblick der Schleier von den Augen fällt. Die Hauptsache ist, dass sie nicht versucht, ihn zurückzuholen. Oh, ich brauche diese “hundert Kilogramm Glück” nicht, soll er sie doch für die Gesundheit verwenden!
– Los, Mädels, auf in die Freiheit! Hurra! Hurra! Hurra! Hurra! – riefen die Freunde einstimmig und stießen mit Sekt an.

In diesem Moment war die Ex-Frau wirklich glücklich, denn sie verstand, dass sie vor einem Monat die schweren Fesseln losgeworden war, die sie daran gehindert hatten, aus vollem Herzen zu atmen, und sie war auch Helena, der Geschiedenen, aufrichtig dankbar für ihre Freiheit. In der Seele der Ex-Freundin war kein Platz für Wut oder Groll… sie träumte nur vom Sommer!

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