Ohne Reue und Gewissen schickte er seine Mutter in ein Altersheim, um ihr eine Unterkunft zu besorgen

Das Auto fuhr gemächlich die glatte Straße hinunter, und Emily schaute immer wieder tief in den Wald, der an den Seiten der Straße wuchs. Im Auto saßen ihr Sohn am Steuer und ihre Schwiegertochter Inga. Die Gedanken schwirrten ihr im Kopf herum: Wie konnte es sein, dass ihr eigener Sohn sie in ein Altersheim schickte? Was hatte sie falsch gemacht, als sie ihn erzogen hatte? Vielleicht mochte sie ihn nicht genug, aber sie hatte immer alles für ihn getan und versucht, ihm eine glückliche Kindheit zu ermöglichen. Aber Anthony hatte immer seine eigene Meinung.

Eines Morgens kam er mit einer Tasche voller verschiedener Dinge herein. Emily saß gerade in der Küche, trank Tee und magerte Kekse. Er kam selbstbewusst herein, warf das Paket auf den Boden und sagte mit einem Lächeln:

-Nun, Maman, mach dich bereit für den Urlaubsort. Raus aus deinem Zimmer, dort wird es dir viel besser gehen.
-Welcher Urlaubsort, Anthony? Wovon redest du denn?
-In ein Altersheim. Ich habe bereits sechs Monate deines Aufenthalts bezahlt, den Rest zahle ich bald. Dein Zimmer ist toll – für dich allein, ohne Mitbewohner. Oh, und die Ärzte dort sind großartig – sie geben dir Massagen und Spritzen, und der Druck wird immer rechtzeitig gemessen. Sie geben dir fünfmal am Tag etwas zu essen – sogar die ausländischen Früchte werden dir manchmal gegeben. Im Allgemeinen, Maman, wirst du dich im Paradies auf Erden befinden.

-Aber, Anthony, ich will nicht in irgendeinen Ferienort gehen. Ich will bei dir sein, bei meiner Familie, und in meinem Haus sterben.
-Nun, erfinde es nicht. Inga und ich haben über alles nachgedacht, entschieden und alles bezahlt. Also spiele kein Tsatsu – zieh dich an, lass uns essen.

Der armen Mutter tat das Herz weh, eine Träne kullerte über ihr faltiges Gesicht. Und einmal, als ihr Sohn Anthony klein war und sich das Knie gebrochen hatte, saß er in ihren Armen, weinte und sagte: “Mami, ich werde dich nie verlassen. Seine blauen Augen blickten tief in ihre grünen, und das Herz der Mutter schlug so schnell, weil sie glaubte, dass ihr Sohn ihre zukünftige Stütze war. Und so geschah es dann auch. Plötzlich wurde aus dem kleinen blauäugigen, gutherzigen Jungen der seelenlose Anthony, der seine Mutter ohne Reue in ein Altersheim schickt.

Während wir im Auto saßen, kamen immer wieder Erinnerungen an das erste Treffen mit Anthonys Vater hoch. Erinnerungen daran, wie sie sich auf den ersten Blick ineinander verliebten, wie sie ihr Haus und ihre Kinder planten. Und dann starb er, ihre erste Liebe, als Anthony bereits im sechsten Monat in ihrem Bauch schwanger war.

“Ehemann, für wen hast du mich verlassen? Für wen?” – Die Gedanken und Appelle an ihre verlorene Liebe wurden in ihrem Kopf immer lauter, und ihre Kehle schnürte sich mit Tränen des Schmerzes und der Trauer zu.

Также интересно:

Leave a Reply

Your email address will not be published.

Close