– Nein, Fekla! Das ist das 21. Jahrhundert”, antwortete ich.

Ich erwarte eine Tochter. Ich bin jetzt in der 20. Schwangerschaftswoche, also wird es Zeit, einen Namen für das Baby auszusuchen. Neulich kam mein Mann vom Haus seiner Großmutter auf dem Land zurück und sagte:
– Julia, wollen wir unsere Tochter Fekla nennen? Die Großmutter hat versprochen, das Haus abzuschreiben, wenn die Urenkelin ihren Namen tragen wird.
– Nein, Fekla! Es ist das 21. Jahrhundert”, sagte ich.
– Sei nicht so hitzig! Wir können ihr Haus verkaufen und ein Haus in der Stadt kaufen. Auch ein Dreizimmerhaus. Wenn wir uns nicht einig sind, gibt sie es jemand anderem. Ich habe eine große Familie, sie wird schon jemanden finden, der will.
– Ich verbringe mein Leben lieber in Mietwohnungen, als das Leben eines Kindes zu ruinieren. Alle werden sie beschimpfen und sich für sie schämen. Die Mütter werden schockiert sein, wenn ich auf den Spielplatz komme und rufe: “Fekla, geh von der Schaukel weg!”

– Es ist doch nur ein Name. Du übertreibst.
– Ich verstehe, dass du von Eigennutz getrieben bist. Ich will die Wohnung nicht, wenn ich dafür diesen Preis zahlen muss.
– Dann ändern wir den Namen eben später.
– Warum zeigen wir deiner Großmutter nicht einfach die gefälschte Urkunde?
– Wenn sie das herausfindet, wird sie das Haus auf ihren Bruder überschreiben. Er hat seinen Sohn nach seinem Großvater benannt.
– Hast du dich jemals gefragt, warum er ihn nach ihm benannt hat? Vielleicht hatten er und seine Großmutter eine Abmachung?
– Er hätte es mir gesagt. Ich denke schon…
– Aber du hast ihm nichts von Fekla erzählt.

– Das ist ja toll! Sie macht das also mit Absicht! Was für eine Großmutter!
– Das ist doch egal! Ich werde das Kind nicht Fekla nennen. Du liebst unser zukünftiges Kind, nicht wahr? Willst du sein Leben mit Absicht ruinieren? Mit dem Namen wird sie nicht mal heiraten.
– Wir werden eine Hypothek aufnehmen müssen…
– Ich habe dir doch gesagt, du sollst bei meinen Eltern in der Stadt einziehen. Da gibt es eine leere, renovierte Zweizimmerwohnung.
– Ich gehe aus Prinzip nicht in die Provinz”, sagte mein Mann stolz.
– Ja, und meine Tochter Fekla zu nennen – ist natürlich eine Kleinigkeit. Du überraschst mich!

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