– Natasha, du bist seit fünf Jahren weg und es ist dir egal, wie ich lebe oder was mit mir passiert

Natasha und Zhenya lebten bereits seit über fünf Jahren zusammen. Der Kerl hat nicht die Sterne vom Himmel geholt, und sein Gehalt war gering, denn er war ein einfacher Arbeiter. Natascha hatte immer von einem wohlhabenden oder besser noch reichen Leben geträumt, und so war sie immer froh, wenn sie erfolgreichere Männer als ihren Gatten traf.

Und eines Tages hatte Natasha unsagbares Glück: Sie wurde von einem reichen Geschäftsmann hereingelegt, der ihr einen Berg von Gold versprach. Sie fiel auf seine Reden herein und verließ ihren armen Mann, um ein neues Leben zu beginnen.

Schenja war schockiert über das Verhalten seiner Frau. Er kroch zu den Füßen seiner Geliebten, bettelte sie an, ihn nicht zu verlassen. Der Ehemann versprach seiner Geliebten, dass sich die Dinge ändern würden und er sich bemühen würde, mehr Geld zu verdienen, er sagte, dass er seine bisherige Arbeit aufgeben würde und versprach, dass er Tag und Nacht arbeiten würde, nur damit sie zufrieden wäre.

Aber Natasha blieb hartnäckig, sie träumte bereits davon, auf einer weißen Yacht zu segeln und in den teuersten Boutiquen Europas einzukaufen. Und ihr armer Gatte würde sich so etwas bestimmt nicht leisten können. Und so ließ sie sich auch von Liebesschwüren und Versprechungen, dass er für sie Berge versetzen würde, nicht aufhalten.

Fünf Jahre später, als Natascha zweiunddreißig war, verlor der reiche Herr jegliches Interesse an ihr, weil es in ihm von jungen, verführerischen Nymphen wimmelte. Er sagte Natascha, dass sie nicht liquide sei und hohe Ansprüche stelle, weshalb er das Interesse an ihr völlig verloren habe.

Da Natascha in der Hauptstadt absolut nichts zum Leben hatte, nicht gewohnt war zu arbeiten und keinen einzigen Tag arbeitete, beschloss sie, zu ihrem Ex-Mann zurückzukehren. Sie beschloss, dass er auf ihre Rückkehr wartete, wenn er ihr ewige Liebe schwor und sagte, dass sein Herz für immer ihr gehöre.

In diesem Moment, als Natascha sich der Wohnung näherte, in der Schenja einst lebte, hörte sie ein Rascheln an der Tür, dann wurde die Tür von einer unbekannten Frau geöffnet, die ein kleines Mädchen im Arm hielt.

– Schatz, wir haben schon oft mit dir darüber gesprochen, dass du die Tür nicht selbst öffnen wirst. – sagte die Unbekannte zu dem Baby in ihren Armen. – Wen willst du denn? – fragte die Frau Natascha, die mit offenem Mund auf der Türschwelle stand.
– Ich suche Schenja, ist er zu Hause? – Natascha war verwirrt und wusste nicht, was sie tun sollte.
– Schenja, da ist eine Frau, die nach dir fragt! Wie ist dein Name? – Der Fremde rief Nataschas Ehemann und schaute dann den Gast aufmerksam an.
– Natascha”, sagte Schenja erstaunt und wandte sich dann an den Fremden. – Schatz, geh in die Wohnung, die Gäste und ich müssen reden.
– Und wer war diese Frau? – fragte Natascha erstaunt und sah dem Mädchen mit der Tochter auf dem Arm nach, als sie ging.
– Das ist meine Frau Olga, und das Baby in ihren Armen – meine kleine Tochter Marina. – sagte Zhenya.
– Wann haben Sie denn geheiratet? Woher hast du eine Tochter? Du hast mir ewige Liebe geschworen, du hast versprochen, dass du nie jemanden so sehr lieben wirst wie mich?
– So viele Jahre sind seit diesem Tag vergangen! Am Anfang war ich sehr besorgt, aber dann habe ich gemerkt, dass ich nach deinem Weggang einfach zu leben begann. Und dann lernte ich Olja kennen und verliebte mich von ganzem Herzen in sie. Sie hat mich glücklich gemacht. Sie schenkte mir eine Tochter.

– Und was ist mit mir?
– Natascha, du warst fünf Jahre lang weg und es war dir egal, wie ich lebe und was mit mir passiert. Du hast dich auf das Geld anderer Leute gestürzt. Du konntest an nichts anderes denken als an Geld und ein schönes Leben. Wir waren vielleicht nie reich, aber das rechtfertigt nicht, was du getan hast. Und jetzt bist du wieder da? Was hast du von mir erwartet? Dass ich bis zum heutigen Tag auf dich warte?
– Wie dumm ich gewesen bin! Ich liebe dich doch!
– Natascha, hör auf mit dieser Komödie. Du gehst jetzt besser, ich brauche dich nicht und will dich nicht sehen. Dein Freund hat dich verlassen, und deshalb rennst du zu mir? Du machst mich krank! Du solltest besser gehen!

Natascha brach in bittere Tränen aus, sie litt darunter, dass niemand sie wollte, Schenja freute sich, dass es ihm gelungen war, sich an diesem verachtenswerten Jäger des Geldes anderer Leute zu rächen.

 

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