Mark hatte sie vor einer Woche eingeladen, auf dem Campingplatz zu übernachten.

Diane wachte um halb fünf auf. Wir müssen packen und von hier verschwinden, bevor es ganz heilig ist. Sie hatte noch nie in ihrem Leben eine solche Schande erlebt. Warum war das alles passiert. Was für eine Närrin war sie doch gewesen!

Nachdem ihre Tochter in eine Mietwohnung gezogen war, kochte Diane nicht mehr zu Hause. Sie aß jeden Tag in einem kleinen Café in der Nähe ihres Büros zu Mittag. Eines Tages, als die Frau gerade zu Mittag aß, setzte sich Mark zu ihr. Sie kamen ins Gespräch und begannen dann eine Affäre. Der Mann war etwas jünger als Diane, aber das edle graue Haar machte ihn nicht nur brutal, sondern auch ein wenig älter.

Mark umwarb sie auf ansehnliche Weise. Sie gingen in Restaurants, er schenkte ihr Blumen und lud sie zu Spaziergängen im Mondschein ein. Nach einer Weile verlor Diana den Kopf aus ihrer neuen Bekanntschaft. Sie freute sich auf jeden seiner Anrufe und besuchte vor ihrer Verabredung immer einen Schönheitssalon. Sie verliebte sich Hals über Kopf in ihre neue Beziehung und träumte ständig davon, wie sich ihre Beziehung in Zukunft entwickeln würde.

In ihren Träumen plante sie sogar ihre Hochzeit und war auf dem Weg in die Flitterwochen in einem warmen Land.

Vor etwas mehr als einer Woche hatte Mark sie zu einem Urlaub in einem Ferienort eingeladen. Sie hatten beschlossen, am Freitagabend dorthin zu fahren und am Sonntag zurückzukehren. Sie hatte sich auf dieses romantische Wochenende gefreut. Sie hatte sich schon ausgemalt, dass er ihr am Ufer eines malerischen Sees einen Heiratsantrag machen würde.

Am Freitagnachmittag rief Mark sie an:
– Ich musste ein bisschen was trinken, also fahren wir mit deinem Auto.
– Na gut.

Sie trafen sich nach der Arbeit, und sie bemerkte, dass Mark ziemlich betrunken war. Sie beschloss, dass es ihrem Geliebten gut gehen würde, wenn sie auf dem Campingplatz ankamen. Eine Stunde später waren sie da und checkten in die Hütte ein, die Mark im Voraus reserviert hatte. Er öffnete die Türen der Hütte, als ob er seine Reisegefährtin in ein neues Leben einladen würde. Sie fühlte sich wie eine Königin.

Nachdem sie angekommen waren, gingen sie in ein Café. Dort lief leise Musik. Sie gaben eine Bestellung auf und Mark bestellte Cognac:
– Willst du auch etwas davon haben?
– Wir haben beschlossen, uns zu entspannen. Es wird schon gut gehen. – Mark antwortete ihr.

Dianes erster Ehemann war an Alkoholismus gestorben, und so vertrug sie absolut keinen Alkohol. Mark wusste das. Innerhalb einer Stunde war Mark sturzbetrunken. Er fing an, Diane zum Tanzen aufzufordern, aber sie weigerte sich. Daraufhin ging er selbst zum Tanzen, und dort hing ein Mädchen an ihm. Zuerst tanzten sie nur, und dann fingen sie an, sich völlig unanständig zu verhalten. Nach einer Weile kam ein Sicherheitsbeamter auf sie zu und forderte sie auf, das Café zu verlassen.

Danach gingen Mark und das Mädchen zu ihrem Tisch und leerten in Windeseile die gesamte Flasche, woraufhin er zu Diane sagte:
– “Schatz, warte heute Abend nicht auf mich.
– Im Vergleich zu ihm bist du eine alte Frau”, sagte das Mädchen zu ihr, und sie verließen gemeinsam das Café.

Dianas Augen verfinsterten sich vor Groll, und sie konnte nicht einmal einen Weg finden, ihm zu antworten. Sie brannte nur vor Scham. Sie wurde von einem Kellner aus ihrer Erstarrung geweckt, der ihr eine Eistüte brachte:
– Das ist vom Haus!

Während sie das Eis aß, liefen ihr die Tränen aus den Augen. Zuerst wollte sie sofort nach Hause gehen, aber dann beschloss sie, bis zum Morgen zu warten. Als sie nach Hause kam, steckte sie sofort alles in die Wäsche, damit auch sein Geruch sie nicht mehr an ihn erinnerte. Als sie ihre Tasche öffnete, fand sie ihr Hemd mit Marks Blut bedeckt. Sie wusste nicht, was sie tun sollte, denn wenn er ermordet worden war, würde sie als Erste unter Verdacht geraten, denn sie hatte einen Grund dafür.

Die Frau beschloss, ihre Nachbarin anzurufen, die bei der Polizei im Büro des Sachbearbeiters arbeitete.
– Diana, hast du den Verstand verloren, es ist sechs Uhr morgens.

Diane schluchzte in den Hörer und konnte sich nicht wirklich erklären.
– Ich bin auf dem Weg, öffnen Sie die Tür. – sagte ihre Nachbarin zu ihr.

Nachdem sie sich Dianas verwirrte Geschichte angehört hatte, wählte sie die Nummer von jemandem:
– Guten Morgen! Wer arbeitet heute als Experte. Ich bin in dreißig Minuten da.
Zu Diana.
– Ich habe Angst, dass sie mich verhaften könnten.
– Hab weiter Angst, aber gib mir dein Hemd und die Telefonnummer deines Freundes.

Eine Stunde später erhielt Diane einen Anruf von ihrer Nachbarin:
– Keine Sorge, auf dem Hemd ist Schweineblut, und dein Mark ist ein Gauner. Ich werde dir alles im Detail erzählen, wenn ich dort bin.

Diana konnte nicht herausfinden, wer der Gauner war. Als die Nachbarin in die Wohnung flog, fragte sie als Erstes:
– Du hast das Haus deiner Eltern verkauft, und wo hast du das Geld hingelegt? Auf die Karte? Ist deine Karte an dein Telefon gekoppelt?
– Die Karte ist im Schrank, und das Telefon ist nicht an sie gekoppelt.
– Und dein Mark kennt den Code, natürlich.
– Ja, wir haben darüber gesprochen, welches Jahr auf der Karte steht.
– Du musst die Karte sofort sperren lassen.

Diane hat gesehen, dass ihre Karte erst vor ein paar Minuten im Diner bezahlt wurde.
– Sie haben das Blut auf dein Hemd geschmiert, damit du abwarten kannst, bis sie das Geld von deiner Karte abheben. Jetzt lass uns eine Erklärung schreiben, bevor sie merken, dass du die Karte gesperrt hast…

 

 

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