– Machen Sie ihr also Ihren speziellen Borschtsch und füttern Sie sie jedes Mal damit!

Meine Freundin Linda ist jetzt seit einem Jahr verheiratet. Sie und Mark leben getrennt von ihren Eltern. Aber ihre Schwiegermutter kommt oft zu Besuch und kontrolliert. Und alles wäre gut, wenn meine Schwiegertochter und meine Schwiegermutter nicht in der Küche im Kampf um den Titel der besten Köchin aneinandergeraten würden.

Linda ärgert sich darüber, dass ihre Schwiegermutter nie etwas isst, was sie nicht selbst gekocht hat, und ihren Teller zerknittert in den Müll wirft. Linda ist jedoch eine sehr gute Köchin. Sie versucht immer, etwas Neues zu kochen und ihrem Mann eine Freude zu machen.

Und wenn meine Schwiegermutter kommt, so weicht sie nicht vom Herd, in der Hoffnung, dass jetzt gerade etwas zu überraschen.

Schwiegermutter fängt jedes Mal, wenn Linda einen Teller mit ihrem nächsten kulinarischen Meisterwerk vor sie hinstellt, die gleiche Rede an. Dass Sushi, Röllchen, Gazpacho, Garnelen in mexikanischer Soße und Rucolasalat kein Essen ist. Schon gar nicht für einen Mann.

Früher hat sie Borschtsch für ein paar Tage gemacht und Koteletts für eine Woche gebraten.
– Das ist ein richtiges und deftiges Essen, hat ihre Schwiegertochter gelernt.
– Dann koch ihr doch deinen speziellen Borschtsch und gib ihn ihr jedes Mal zu essen, wenn sie kommt, sagte ich lachend zu meinem Freund.

Mark mag das nicht. Als Kind hatte er genug Schnitzel mit Borschtsch für hundert Jahre. Und jetzt rennt er fröhlich zum Tisch, weil er weiß, dass ihn etwas Neues erwartet, nicht der Borschtsch meiner Mutter.

Und meine Schwiegermutter, die nach ihren Besuchen bei den Kindern auf einer Bank in der Nähe des Hauses saß, empörte sich bei den Nachbarn. Dass ihr armer Sohn hungrig lebt. Ohne den Borschtsch seiner Mutter sei er ganz abgemagert.

– Und es ist Mode, in Restaurants Borschtsch zu bestellen. Die Frau war entrüstet.
– Was ist denn da gesund? In diesen Pizzen und Hamburgern steckt nur Unheil.

Eines Tages meldete sie ihre Schwiegertochter sogar zu einem Kochkurs an und bezahlte die Ausbildung, als Geburtstagsgeschenk. Sie sollte lernen, wie man normales Essen kocht. Aber nein, sie wechselte zu einem Kurs über die besten Torten und Desserts aus aller Welt.

– Was braucht ein Mann bei all diesen Eclairs und Törtchen?

Ein Mann braucht Fleisch und eine ordentliche Suppe, in der Kartoffeln und Nudeln schwimmen, und am besten eine dickere. Menschliches Essen. Nicht irgendeinen Brei aus Spinat oder Tomatenmark mit unaussprechlichen ausländischen Namen.

Und so geht der Krieg zwischen Borschtsch und Sushi nun schon seit einem Jahr weiter. Mark lacht und sagt, es wird besser werden, meine Mutter ist nur eifersüchtig auf ihren Sohn.

Und was denkst du, wird es klappen? Oder wird der Borschtsch siegen?

 

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