Ich wollte so gerne glücklich sein, aber stattdessen bin ich in einer psychiatrischen Anstalt gelandet

Mein Name ist Julia. Ich wurde in eine zerrüttete Familie hineingeboren. In einer Zeit, in der viele Kinder hinter ihren Eltern in den Parks spazieren gingen, Picknicks im Wald machten und Geschenke für die Feiertage bekamen, wurde ich nur jedes Mal von meiner Mutter geschlagen. Meine Mutter trank viel und schlug mich sehr hart. Sie dachte, dass sie mich so erziehen würde.

Ich versuchte, alle meine Abende bei unserer Nachbarin, Oma Tanya, zu verbringen. Großmutter Tanya war einsam. Sie gab mir zu essen, half mir bei den Hausaufgaben und bat sogar ihre Freundinnen um Kleidung für mich: Ich trug die Kleidung ihrer Enkeltöchter. Ich weiß nicht, wie ich ohne Oma Tanya aufgewachsen wäre. Dank meiner netten Nachbarin konnte ich mir ein Fachgebiet aussuchen und schaffte es sogar, in ein Institut einzutreten. Dann fand ich einen Teilzeitjob.

Als ich 20 Jahre alt war, starb Großmutter Tanya. Sie vermachte mir ihre Wohnung. Ich verlor mein Familienmitglied, aber ich wurde Eigentümerin der Wohnung.

Ich lernte Anton in einem Restaurant kennen, in dem ich als Kellnerin arbeitete. Ich weiß nicht, was ihm an mir gefiel. Anton war 16 Jahre älter als ich. Er war ein Geschäftsmann. Anton begann, mir den Hof zu machen, und ich verliebte mich in Anton. Das Ganze endete mit einer Hochzeit. Kurz nach der Hochzeit wurde ich schwanger. Ich studierte und kümmerte mich um den Haushalt. Aber Anton verlangte, dass ich meinen Job aufgebe.

– Meine Frau will nicht als Kellnerin arbeiten! – sagte Anton zu mir.

Die Schwangerschaft war sehr einfach, und die Geburt war ebenso einfach. Ich brachte ein wunderbares, gesundes und wunderschönes Mädchen zur Welt. Wir nannten sie Lisa.

Ich war sehr glücklich, als ich nach Hause kam. Ich kümmerte mich um das Baby und das Haus. Alles schien in Ordnung zu sein, aber ich spürte, dass sich Antons Einstellung mir gegenüber verändert hatte. Er beachtete mich nicht mehr, sondern kümmerte sich nur noch um Lisa. Ich versuchte, mit ihm zu reden, aber alle unsere Gespräche endeten in einem Eklat. Ich war sehr verletzt. Ich konnte nicht verstehen, was da vor sich ging. Dann ging Anton mit mir zu einem Psychiater. Dort wurde bei mir eine postpartale Depression diagnostiziert. Danach brachte Anton mich in eine private psychiatrische Klinik.

Anton sagte mir, dass ich nur gebraucht werde, damit ich ein Kind bekommen kann. Es stellte sich heraus, dass er eine Frau hat, die er liebt, aber sie kann ihm kein Kind schenken. So lernte er mich kennen und fand heraus, dass mich niemand haben wollte. Anton sagte, dass ich nur freigelassen würde, wenn ich mein Kind aufgäbe und keine Ansprüche auf meine Tochter erhielte. Und wenn ich mich dagegen wehren würde, würde man mir sehr starke Drogen verabreichen und mich richtig verrückt machen.

Das war das Ende meines glücklichen Familienlebens. Ich weine die ganze Zeit vor Hilflosigkeit. Ich vermisse mein kleines Mädchen sehr und liebe sie sehr. Wenn ich aus dem Krankenhaus komme, werde ich alles tun, was ich kann, um mein Baby zurückzubekommen. Schließlich sollte das Kind von seiner eigenen Mutter aufgezogen werden!

 

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