– Es tut mir leid! – Sagte die Mutter der Tochter, die sie vor 17 Jahren verlassen hatte

Julia wachte vor Aufregung auf. Sie hatte von etwas Schlimmem geträumt, und das schon seit einer Woche. Vor genau 7 Tagen tauchte Annas leibliche Mutter auf, die plötzlich beschloss, mit ihrer Tochter verwandt zu werden. Das letzte Mal, dass sie und ihre Tochter sich gesehen haben, ist 17 Jahre her.

– Anna, du bist heiß. Lass uns deine Temperatur messen”, sagte ihre Großmutter.

All die Jahre hat sie das Mädchen selbst aufgezogen und ernährt. Sie wollte nicht, dass die Taugenichts-Mutter auftaucht und ihr das Kind wegnimmt. Erinnerungen wurden wach. Anna war die Enkelin ihrer eigenen Schwester gewesen, als diese starb, und sie hatte begonnen, sie allein aufzuziehen. Sie und ihre Schwester standen sich sehr nahe, selbst nach der Hochzeit verloren sie nie den Kontakt.

Julias Schwester wurde von ihrem Mann verlassen, und sie blieb mit ihrer Tochter allein zurück. Natürlich musste sie zum Wohle ihrer Tochter ihr Privatleben vergessen. Sie stürzte sich kopfüber in ihre Karriere und schaute nicht einmal in Richtung der Männer. Sie hatte ihren eigenen Sinn im Leben – ihre Sara.

Sara wuchs als verwöhntes Kind auf. Als sie 17 Jahre alt wurde, brach sie völlig zusammen. Selbst Julia versuchte, ihre Nichte zur Vernunft zu bringen, aber nichts funktionierte. Das junge Mädchen verwandelte sich in eine Säuferin und ein Mädchen auf Abwegen. Das Mädchen war verloren!

Irgendwie war sie ganz von zu Hause weggelaufen. Julia und ihre Schwester suchten in der ganzen Stadt nach ihr – sie fanden sie in einem Bordell. Aber sie weigerte sich, nach Hause zu gehen. Erst als sie Anna zur Welt brachte, kam sie zurück. Sie brachte eine quietschende Wiege mit und übergab sie ihrer Mutter. Und dann ging sie, nur um die Papiere ihrer Tochter zurückzulassen. Was gab es da zu tun? Was ist mit der Arbeit?

– Gib es auf. Du hast Geld, und ich schicke dich”, sagte Julia.

Mit der Zeit bemerkte Julia, dass ihre Schwester völlig verkümmert war. Sie begann, sie zu Ärzten zu schleppen, die bei ihr Krebs diagnostizierten. Schnell machte sie sich an das Erbe, um es ihrer Enkelin und Schwester zukommen zu lassen. Sara erschien nicht einmal zur Beerdigung ihrer Mutter.

Und so wurde Julia zur Großmutter, die keine eigenen Enkelkinder hatte. Anna wurde für sie ein Lichtblick in einem dunklen Tunnel. Vor allem aber hatte sie Angst, dass Sara kommen und ihr das Mädchen wegnehmen würde. Ein Nachbar erzählte ihr, dass er sie in sozialen Netzwerken gesehen hatte, zweimal im Gefängnis gewesen war und auf der Suche nach einer fünften Ecke durch die Welt zog.

Anna fragte nie, wer ihre Mutter war. Sie hatte auch Angst, dass diese böse Frau sie nicht von ihrer Großmutter Julie wegnehmen würde. Aber als sie eines Tages schrieb, dass sie ihre Tochter sehen wollte, begannen die Albträume der alten Frau.

Am nächsten Morgen stand Sarah bereits vor der Tür. Sie sah, gelinde gesagt, nicht gut aus. Sie umarmte ihre Tochter und ging in die Küche. Sie hatte Anna nicht einmal etwas mitgebracht – sie kam mit leeren Händen.
– Nun, verzeih mir! – murmelte sie.

Anna nickte mit dem Kopf und ging in ihr Zimmer. Und dann rief Sarah ihre Tante nach draußen. Sag mal, wir müssen reden.
– Ich bin jetzt in Schwierigkeiten, ich brauche Geld. Mama hat dir das Haus überlassen, aber das ist nicht fair. Ich werde gehen, wenn du mir wenigstens ⅓ des Geldes zurückgibst.

Julia zeigte ihr die Dokumente und sagte ihr, dass ihr hier nichts gehöre. Sie gab ihr ein paar Tausend Rubel und bat sie zu gehen. Das tat sie auch, drohte Julia aber mit einer Klage.

Als Yulia zurückkam, weinte Anna:
– Meine Enkelin, was ist passiert? Hast du Angst?
– Nein, ich bin nur froh, dass ich dich habe! Was wäre mit mir passiert, wenn du nicht gewesen wärst”, antwortete Anna.

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