Es scheint, als hätte nichts Unheil vorausgesagt, und sie packte ihre Koffer und machte sich auf den Weg.

“Mein Sohn kam eines Abends nach Hause und da war weder das Baby noch seine Frau mehr. Er ruft sie an, aber sie geht nicht ans Telefon. Wie konnte sie ihm das antun, er hat sie und das Kind unterstützt.

Sie hat meine Enkelin mitgenommen, die Aussätzige, und sie ist noch nicht einmal vier Jahre alt! Und wo wollte sie hin mit einem Kind um den Hals? Um mit ihren Eltern in einer Zelle zu leben?! Und warum hatte sie kein normales Leben? Das war, als die Krise begann – ich konnte die Miete nicht mehr bezahlen”, sagt meine Schwiegermutter Lisa.

Warum habe ich nicht gelebt, werden Sie fragen. Lisa ist meine – hoffentlich bereits verstorbene – Schwiegermutter. Und die Tatsache, dass ich genau so bin, und noch dazu ging – das ist alles ihre Einbildung.

Stimmt nicht! Der Haupttrumpf meines Mannes war, dass er gearbeitet und die Wohnung bezahlt hat, sie sagen, er hat unsere Familie unterstützt, und was soll’s. Immerhin gehörte diese Wohnung vorher seiner Großmutter – eigentlich, weil wir dort zur Miete wohnen durften.

Man muss natürlich anerkennen, dass andere das am Anfang nicht hatten.

Von meinem Mann hörte ich anfangs nur tröstende Worte: “Nimm es nicht persönlich”, sagte mein Mann immer wieder, “und was kümmert es dich überhaupt, was sie dir sagt.

Die Hauptsache ist, dass ich selbst nicht so denke, und ich sage so etwas nicht zu dir. Natürlich, sonst würde er ja nicht so etwas sagen. Natürlich hat er das, ich wage zu behaupten, drei Jahre lang, bevor meine Tochter geboren wurde. Bis zur Geburt seiner Tochter.

-Und wenn die Mutter gekommen wäre! Sie kam, also kam sie, sie weiß am besten, wann sie kommen muss! Das ist keine große Sache.

Aber das war oft der Fall:

-Warum hast du gestern das Geschirr nicht gespült? Wenn es dir nicht gehört, brauchst du dich nicht zu entschuldigen! Was bist du für eine Gastgeberin, es ist drei Uhr nachmittags, und du hast nicht einmal einen Knochen für Borschtsch! Willst du wirklich am Abend essen gehen? Um sieben Uhr?! Und warum hast du die Gardinen gewaschen? Sie waren doch sauber, ich habe sie nur gebügelt! Warum kaufst du den gebackenen Schinken? Hast du denn nichts zu tun mit dem Geld?

So geht es ihr, entweder “nur” um mich zu besuchen, oder um mir beizubringen, wie man Gabeln und Löffel ins Feng Shui einordnet, oder um mir beizubringen, wie man eine Bratpfanne wäscht. Und fast hätte sie mir beigebracht, wie ich meine eigenen Socken unter ihrer eifrigen und nie um einen Moment verlegenen Anleitung waschen kann.

Als vernünftiger Mensch habe ich es natürlich nicht geschafft, meine Unzufriedenheit mit den ewigen Anweisungen meiner Schwiegermutter zu äußern. Es ist lästig, ständig “belehrt” und über den Kopf gestoßen zu werden.

Und so, bei Gelegenheit, geäußert, wurde ich sofort von seinem Gatten zurechtgewiesen:
-Warum bist du so scharf auf seine zweite Mutter angesprochen! Immerhin tut sie, meine Liebe, alles nur für dich – und du schnauzt sie an? Du hättest ihr in irgendeiner Weise helfen sollen.

Und was den gebackenen Schinken angeht, den du gekauft hast, hat sie natürlich recht – du bist jetzt im Mutterschaftsurlaub, und ich verdiene nicht viel, also ist es die zusätzliche Zeit wert, eine Münze zu sparen.

Ich weiß heute noch, wie verletzend das für mich war, und es wurde vor meiner Schwiegermutter gesagt.

Ich werde meine Enkelin nicht hier anmelden, – sagte meine Schwiegermutter einmal zu mir, – was ist, wenn ich sie verkaufen will, und mit einem angemeldeten Kind wird das nicht so einfach zu machen sein. Du bist bei deinen Eltern angemeldet, da solltest du deine Tochter anmelden.

Das ist gut so. Danach werden sie uns nicht mehr in der Klinik anmelden, und was sollen wir mit dem Kindergarten machen? Meine Tochter ans andere Ende der Stadt bringen?!

-Du bist noch jung. Es wird dir nichts passieren, wenn du sie ans andere Ende der Stadt bringst. Im Gegenteil, es wird so etwas wie ein Training für dich sein – es ist nützlich, – antwortete mir meine Schwiegermutter.

Oder erst kürzlich habe ich meinen Mann gefragt:

– “Schatz, ich brauche Geld, um zum Wagen zu gehen und meiner Tochter neue Schuhe für den Herbst zu kaufen. Meine sind übrigens auch in einem baufälligen Zustand… …und sie atmen.
-Und wo hast du das Geld hingetan, Schatz, antwortet mir mein Mann.
-Welches Geld? -Ich bin perplex und antworte.
-Was ist mit dem Geld, das du für das Kind bekommst. Wo hast du es hingelegt? – fragt mein Mann ganz ruhig.

Und ist das normal, ich meine, ich kaufe Produkte, die er übrigens selbst isst. Und jetzt fragen sie mich, wo dieses erbärmliche Taschengeld bleibt.-Vergessen Sie nicht die Reinigungsmittel, die Lebensmittel und die Nebenkosten, meine Liebe – denn all das wird ausschließlich von diesem Taschengeld bezahlt. Und dann wagt ihr es, mich nach Geld zu fragen. Wo bleibt da die Gerechtigkeit? Am Ende des Tages habe ich die Schnauze voll davon.

Und dann wagen sie es, mich zu fragen, warum ich nicht mit einem so wunderbaren Mann zusammengelebt habe. Ich muss ein Narr gewesen sein, dass ich eines Tages all mein Hab und Gut zusammenpackte (was übrigens nicht viel war) und von dieser “netten” Familie wegging.

 

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