Es ist gut, Verwandte aus der Ferne zu lieben. Wie meine Tante mich besuchen kam.

Einmal kam eine Tante von außerhalb zu Besuch zu Arthur. Ein sehr unerwarteter Besuch. Allerdings rief sie auch an: “Ich sitze schon im Zug und bin auf dem Weg. Das Geld war nur für eine Fahrkarte zu dir. Lass dir etwas einfallen.” Was gibt es da zu bedenken? Wir hatten kein zusätzliches Geld für ihre Rückreise eingeplant.

Wir hatten gerade erst ein Auto gekauft, mein Vater hatte einen Schlaganfall erlitten, und wir waren dabei, das Haus zu renovieren. Als wir vom Bahnhof nach Hause fuhren, wollte meine Tante aussteigen und sich umsehen. Schließlich kann man keinen Besuch ohne Geschenke machen. Arthur fand einen Parkplatz und nahm eine Zeitung heraus, um zu lesen, während meine Tante herumlief. Aber sie entschied alles auf ihre Weise.

Da sie ohne Geld für die Heimreise ankam, hatte sie auch kein Geld, um Geschenke zu kaufen. Arthur musste sie durch die Gänge begleiten und ihre Einkäufe bezahlen. Außerdem musste er sich die Meinung seiner Tante über jeden Verkäufer anhören. Nur ging sie nicht weiter, sondern ließ den Verkäufer etwas für sie finden, was er nicht hatte. Aber nachdem sie den Verkäufer in einen Nervenzusammenbruch getrieben hatte, lächelte sie höflich und ging weiter.

Wofür war das alles gut? Und die Männersachen für wen? Schließlich hatte sie geplant, nur Geschenke für Frauen zu kaufen. Es stellte sich heraus, dass die geschäftstüchtige Tante beschlossen hatte, Männersachen zu kaufen, um sie später in ihrer Stadt zu verkaufen und damit ihre Reise zu bezahlen. Aber es war Arthur, der bezahlte!

Bei uns zu Hause angekommen, begann meine Tante, ihre eigenen Regeln aufzustellen. Sie sagte, dass sie ein extrem leichter Schläfer sei und früh zu Bett ginge, so dass um zehn Uhr alle ins Bett gehen sollten, um die Gäste nicht zu stören. Beim Frühstück empörte sich meine Tante darüber, dass jemand in der Nacht dreimal die Toilette gespült hatte. Und für den Sonntag hatte sie einen Ausflug in den Wald geplant, um Pilze zu sammeln. Es gefiel ihr sehr gut, wo sie bei ihrem letzten Besuch Pilze gesammelt hatte. Aber das war schon über zehn Jahre her.

Arthur versuchte zu sagen, dass es heute bessere Orte gäbe, aber seine Tante wies alle Einwände zurück. So kam es, dass in den sieben Stunden, die dieser Ausflug dauerte, nur ein kleiner Eimer mit Pilzen gesammelt und zwanzig Liter Benzin verbraucht wurden. Meine Tante war nicht erfreut, aber das war natürlich Arthurs Schuld. Er hatte die Weisheit, sich nicht mit der Frau zu streiten.

Arthur erzählte mir diese Geschichte am Telefon: Er musste seine Meinung sagen. Und mein Neffe war davon überzeugt, wie segensreich verwandtschaftliche Liebe sein kann. Aber nur aus einer angemessenen Entfernung.

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