Ein Koch auf Besuch. Es dauerte nicht lange, bis sie sich aufregte.

Eines Tages kam eine alte Freundin zu Besuch. Sie war mit einem Koch verheiratet, hatte zwei Kinder – im Großen und Ganzen war alles in ihrem Leben gut gelaufen. Sie kam nicht absichtlich hierher, sie brauchte nur ein paar Dokumente und wollte nicht in einem Hotel übernachten. Mein Mann begleitete sie.
– Mein Mann wird uns wie in einem Restaurant füttern, endlich hast du mal eine Pause von der Küche. Du wirst ihn gar nicht mehr loslassen wollen”, lachte meine Freundin, bevor sie ankam.

Ich war zwar auf Diät, aber für einen solchen Anlass war ich bereit, darauf zu verzichten. Ich hatte nur ein Zimmer frei, denn meine Schwiegermutter war auch zu Besuch. Sie selbst hatte in den letzten Jahren in Frankreich gelebt, aber ihre Aufenthaltsgenehmigung verloren und war nun dabei, einige Genehmigungen wiederzuerlangen.

Es gab nur ein Sofa in dem Zimmer, aber es war sehr groß – vier Personen konnten darauf Platz nehmen. Außerdem wollte die Tochter meiner Freundin im Zimmer meiner Tochter schlafen. Sie sind im gleichen Alter und haben viele gemeinsame Interessen, also haben wir uns nicht eingemischt.

Wir haben ihren Schlafplatz mit einem Vorhang abgeschirmt, damit sich niemand einmischt, denn mein Mann und ich stehen sehr früh auf, um zu arbeiten. Oh, und meine Schwiegermutter nimmt ihre Tabletten stündlich, also geht sie oft an diesem Zimmer vorbei.

Das Fassungsvermögen meines Kühlschranks hat dem Koch nicht gefallen. Er zog eine Grimasse, fing aber an, etwas herauszuholen. Das Mittagessen musste lange warten, denn er hatte es nicht eilig. Statt der üblichen 13 Stunden setzten wir uns erst um 16:00 Uhr an den Tisch. Was hat er serviert? Nudeln mit Nuggets und geschnittenen Tomaten. Ganz wie im Restaurant!

Vor dem Abendessen bat mich der Koch, mit ihm einkaufen zu gehen. Wir gingen zusammen in den Supermarkt, aber als es Zeit war, unsere Einkäufe zu bezahlen, ging er trotzig hinaus. Ich bezahlte, denn zu Hause wartete eine hungrige Meute.

Das Abendessen war so ziemlich dasselbe. Die Tomatenscheiben wurden durch Gurkenscheiben ersetzt. Der Koch hatte in drei Tagen mehr heißes Wasser verbraucht als unser Zähler in einem Monat. Und das alles nur, weil er drei Stunden lang das Geschirr unter einem großen Wasserstrahl gespült hatte. Er konnte auf die Toilette gehen und den Wasserhahn laufen lassen.

Am nächsten Tag hatte ich die Frechheit, ihm zu sagen, dass wir es nicht gewohnt sind, so spät zu essen. Er schürzte seine Lippen und ging in die Küche. Wir hatten unterschiedliche Tagesabläufe, und da wurde mir klar, dass ich einen Fehler gemacht hatte, als ich sie bei mir übernachten und Gastgeberin sein ließ.

Ich konnte meinem Mann am Morgen nicht einmal ein Sandwich machen – die Gäste hatten in der Nacht die ganze Wurst und den Käse aufgegessen. Der Rest des Essens wurde zerschnitten und in Behälter gefüllt. Ich rannte vor der Arbeit zum Laden, damit mein Mann nicht hungern musste, und ging.

Der Koch wachte um 10:00 Uhr auf und ging in die Küche. Sein Mittagessen sollte um 16:00 Uhr serviert werden. Und was glauben Sie, was wir gegessen haben? Chicken Nuggets mit Kartoffelpüree. Das Beste daran war, dass er das Kartoffelpüree vom Abend vorgekocht hatte und es zum Mittagessen pürierte. Es war unmöglich zu essen.

Wir waren still und geduldig. Wir mussten noch einen Tag überstehen. Der Koch war in meiner Küche so beschäftigt, dass ich nicht einmal Salz finden konnte. Ich beschloss, dass sie morgen abreisen würden, und ich würde die letzte Reinigung vornehmen.

Am nächsten Tag wachten sie auf und sagten, dass sie noch ein paar Tage bleiben würden. Und dass sie Lebensmittel einkaufen müssten, sie hätten nichts mehr. Dann ist mein Mann ausgerastet und hat sie aufgefordert, unser Haus innerhalb von zwei Stunden zu verlassen. Mein Freund nannte mich undankbar, weinte und sagte immer wieder, dass unsere Freundschaft zu Ende sei. Sie gingen. Zusammen mit unseren Tiefkühlvorräten und Konserven.

Ich hielt es nicht einmal für nötig, aufzupassen und zu kontrollieren, was sie in ihre Taschen steckten. Seitdem habe ich beschlossen, dass es keine Fremden mehr in unserem Haus geben wird. Das war genug für mich – ich habe meine Lektion gelernt.

Mein Mann und ich gingen in den Laden, füllten den Kühlschrank wieder mit Lebensmitteln auf und versuchten, die Sache zu vergessen. Endlich war es in unserem Haus ruhig und friedlich.

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