Du bist die Frau, ich verstehe das. Also hör mir zu. Du und ich haben uns getroffen, und kein Wort zu Karl!

Wie ertrage ich das und was soll ich tun? Ich persönlich bin nicht mehr in der Lage, solche Eskapaden zu tolerieren.

Das Verhalten meines Ehepartners ist schon seit langem eine Unverschämtheit. Er lebt wie ein Untermieter: Ich mache die ganze Hausarbeit, und er geht und kommt, wann er will. Heute Abend schliefen die Kinder schon, als Carl nach Hause kam. Wir wechselten ein paar Worte über die Pläne für morgen, und dann ging er in die Küche zum Abendessen.

Morgen wollte ich mit meinem jüngsten Sohn zum Zahnarzt gehen. Carl versprach, sich darum zu kümmern, und argumentierte, dass ich in diesen Teil der Stadt fahren müsse. Ich fragte ihn, ob es ihm gut ginge, und er schüttelte nur den Kopf und hatte Angst, mir in die Augen zu sehen.

Er aß zu Abend, ging auf die Toilette und ließ sein Telefon auf dem Küchentisch liegen. Plötzlich klingelt es, ich schaue nach – “Anna”. Ich hielt es nicht mehr aus und drückte den Knopf. Ich fragte: “Wer ist da?” Und von dort mit einem solchen Spott: “Sie müssen die Ehefrau sein.”
– Wer sind Sie?”, fragte ich.

Und sie so unverfroren:
– Du bist die Ehefrau, ich hab’s kapiert. Also hören Sie mir zu. Betrachte uns als bekannt, aber kein Wort zu Carl! Hast du verstanden? Sonst siehst du ihn nie wieder.

Ich hatte keine Zeit zu antworten, als mein Mann aus dem Bad kam, und ich legte auf. Abrupt drehte ich mich zu ihm um und warf das Telefon auf den Tisch:
– Hast du eine Ahnung, wer das gerade war?

Er packte mich mit der Hand schmerzhaft am Kinn und warf sie mir direkt in die Augen:
– Das geht dich gar nichts an!

Dann ging mein Mann ins Bett, und ich saß bis zum Morgen in der Küche und weinte. Ich wollte weder ins Kinderzimmer noch ins Schlafzimmer meines Mannes gehen.
Ich weiß nicht, was ich tun soll, und ich habe niemanden, den ich fragen kann…

 

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