Die Frau meines Bruders sagte: “Wir haben beschlossen, unser Haus zu vermieten, um Geld für einen Urlaub zu verdienen, und jetzt werden wir hier wohnen.”

Meine Mutter hat eine Datscha in der Vorstadt. Und jeden Sommer rüsten wir sie auf Mutters Initiative hin aus: wir reparieren sie, graben den Garten um. Vor kurzem hat mein Mann dort eine Banja aufgestellt. Es gibt sogar einen Gartenpavillon. Von dem Tag an, an dem mein Bruder heiratete, kam er nicht mehr in das Landhaus. Seine Frau war dagegen. So hat Eva meine Mutter damit konfrontiert:
Er hat von nun an seine Frau, seine Familie und unsere Interessen über alles gestellt. Wenn etwas gebraucht wird, sollen sie Arbeiter einstellen.

Trotzdem besucht Eva die Hütte vor dem Herbst und scheut sich nicht, bei der Ernte zu helfen. Ihre Mutter hegt keinen Groll gegen sie und verweigert ihr nicht die Hilfe. Diesmal hat ihre Mutter zu viel gearbeitet und ist im Sommer nicht auf die Datscha gegangen. Dort wurden Kürzungen vorgenommen. Sie tat also das Beste, was sie konnte. Immerhin schätzte sie ihre Arbeit. Aber gleichzeitig machte sie sich Sorgen um das Grundstück, weil sich niemand darum kümmerte.

Meine Mutter bot meinem Bruder an, etwas zu pflanzen, aber Eva überredete ihn, und er wollte nicht. Aber mein Mann und ich dachten, es wäre schön, etwas frische Luft zu bekommen. Und an den Wochenenden kann man leicht aufs Land fahren. Ja, und meine Mutter wird ruhiger sein.

Wir kauften Setzlinge, Setzlinge, reinigten den Boden vor dem Pflanzen, erneuerten die Beete, kümmerten uns um das Gewächshaus. Sonntags nahmen wir ein Dampfbad. Und wir haben alles nach den Anweisungen meiner Mutter gemacht.

Letztes Wochenende sind mein Mann und ich zu seinen Eltern gefahren, also war niemand im Haus. Mein Bruder und seine Frau waren da.

Als wir am nächsten Wochenende in der Datscha ankamen, waren wir unangenehm überrascht. Immerhin wohnte dort jemand. Wir klopften, aber niemand öffnete. Eva schaute aus dem Fenster und sagte:
Wir haben beschlossen, unsere Wohnung zu vermieten, um Geld für den Urlaub zu sammeln, und wir selbst werden hier wohnen. Also geht ruhig, wir haben euch nicht eingeladen.
Weiß deine Mutter davon? – fragte ich.
Natürlich weiß sie es! Was meinst du, woher wir die Schlüssel haben? – sagte Eve.
Ich habe meine Mutter angerufen.
Ja, ich habe die Schlüssel deinem Bruder gegeben, und er sagte, er würde kommen, um dir zu helfen.
Mutter, die wohnen hier, die helfen nicht. Eva wird nichts tun, und sie wird uns nicht reinlassen.
Verstehst du das nicht? Was meinst du mit “wohnen”? – Fragt die Mutter.
Das ist es, was es bedeutet. Sie beschlossen, ihre Wohnung zu vermieten und für einen Urlaub zu sparen. Sie sind selbst in das Landhaus gezogen. – Ich habe meiner Mutter die Wahrheit gesagt.

Nun, wenn sie sich um den Garten kümmern, ihn gießen und Unkraut jäten wollen, dann sollen sie bleiben. Ich habe kein Mitleid mit ihnen. Und wenn nicht – dann schmeißt sie raus, lasst sie nicht schummeln. Sie sind so hinterhältig, sie wissen, wie sie alles verderben können! Sie kommen im Herbst und ernten die Ernte, ohne einen Finger zu rühren. Sag ihnen, dass sie an der Reihe sind, sich um die Datscha zu kümmern. – Mutter hat sich entschieden.
Ich klopfe wieder an die Tür.
Was soll das? – rief Eva wütend.
Ich erzählte ihr, was ihre Mutter beschlossen hatte. Eva sagte, sie würde hier nichts tun.
Ich lasse mich maniküren! Bin ich etwa deine Sklavin? Und wenn wir hier etwas anbauen, warum sollten wir es dann teilen? Wenn du es willst, kannst du es dir selbst kaufen. Und hier wird alles uns gehören.
Natürlich müsste ich sie rausschmeißen. Sie wollten nicht auf mich hören, also musste meine Mutter sie selbst anwerben. Sie hat ihnen gesagt, sie sollen verschwinden.
Und wohin sollten wir gehen? Sie wohnen in unserer Wohnung! – schrie mein Bruder.
Gib ihnen das Geld”, schlug ich vor.

Das klappt nicht. Wir haben es für Evas Ohrringe ausgegeben. – Mein Bruder sagte es mir. – Es hat keinen Sinn, sie in ein Pfandhaus zu bringen. Die würden uns nicht mal die Hälfte des Wertes geben. Was sollen wir also tun?
Kurz gesagt, es geht mich nichts an. Du solltest zumindest deine Mutter über deine Pläne informieren. Und generell ist es nicht gut, wenn man das ohne Aufforderung tut. Das ist sehr unverschämt. Und du bist faul. Und wenn es nötig war, bist du sofort gekommen, – sagte ich zu meinem Bruder.
Eva und ihr Mann gingen zu ihrer Mutter und schickten mir auf dem Weg Flüche. Und meine Mutter auch.
Wir werden nie wieder hierher kommen! Nie wieder! Ihr seid auf euch allein gestellt!

Aber irgendetwas sagt mir, dass sie im Herbst mit Säcken zurückkommen werden, um Äpfel und Kartoffeln zu holen…
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