Der Mann ohne Fahrschein

Ich wachte auf und spürte die Hand einer Frau auf mir. Ich habe sie zurechtgewiesen, aber sie hat nicht aufgehört, mich zu belästigen.
– Du hättest das Mädchen nicht wegjagen sollen. Sie ist eine Meisterin ihres Fachs. Und das alles umsonst, du bist ein seltsamer Mensch”, sagte ein Mann zu mir.
– Ich bin nicht interessiert”, murmelte ich.
– Kein Interesse an Mädchen? Sind Sie an Jungen interessiert? Ich kann einen Jungen finden, das ist kein Problem.

Ich schaute aus dem Fenster und seufzte schwer. Ich wusste wirklich nicht mehr, warum ich im Zug saß. Das Letzte, woran ich mich erinnerte, war die Silvesterparty. Ich beschloss, an der nächsten Station auszusteigen, um dort Freunde zu kontaktieren und das Problem irgendwie zu lösen. Doch das Telefon hatte ich nicht dabei.
– Wohin fahren wir? – fragte ich meinen Mitreisenden.
– Kannst du dich an nichts erinnern?
Eine Antwort habe ich nicht erwartet.

Schon im Tambour traf ich das Mädchen, das mich geweckt hatte. Sie war wirklich hübsch, aber ich reagierte nicht ohne Grund so heftig – man muss sich ja wenigstens kennenlernen. Sie rauchte und schaute traurig auf den Boden.
– Was ist passiert? Warum bist du traurig?

Sie sagte nichts. Und dann flüsterte sie:
– Hier kannst du alles genießen, was du vor der Reise geliebt hast. Du hast die Brünetten geliebt, warum hast du mich so abrupt abgewiesen? Du bist ein Atheist, du hast keine Angst vor der Sünde. Jetzt bin ich deinetwegen in Schwierigkeiten. Ich werde degradiert werden.
– Was meinst du mit “degradiert”? – Ich war überrascht.

Dann erschien der Schaffner und ließ das Mädchen nicht antworten.
– Bist du neu? Zeigen Sie mir Ihre Fahrkarte!
– Lassen Sie mich im Abteil nachsehen.

Ich ging in das Abteil, aber es gab weder eine Fahrkarte noch meine Sachen.
– Wo ist mein Koffer?
– Wozu brauchen Sie ihn? – Der Mitreisende gluckste.
– Ich brauche meine Fahrkarte, der Schaffner will sie sehen.
– Sie ist an mein Bein gebunden. Du bist ein komischer Kauz.

Zuerst dachte ich, es sei ein Scherz. Aber der Schaffner packte mich am Bein und begann mich zu durchsuchen.
– Blinder Passagier! – brüllte sie.
– Juhu, ich werde nicht untergehen. Er ist nicht echt! – Hinter mir jubelte das Mädchen, dessen Streicheleinheiten mich aufweckten.

Die Schaffnerin packte mich und führte mich aus dem Abteil. Sie öffnete den Zug während der Fahrt und warf mich hinaus in den Schnee.

– Frei. Du bist wach! – Ich hörte es.

Ich dachte, man hätte mich auf den Gleisen gefunden und ins Krankenhaus gerettet.

Nachdem ich das Bewusstsein wiedererlangt hatte, kamen meine Kollegen in mein Zimmer. Sie erzählten mir, dass ich bei einer Silvesterfeier gestürzt und gestolpert war. Als ich das Bewusstsein verlor, riefen sie einen Krankenwagen.

Das Erstaunlichste war, dass es keinen Zug gab. Als sie gingen, winkte mir eine junge brünette Frau, die dem Mädchen aus dem Zug sehr ähnlich sah, zu und flüsterte mir zu:

– Viel Glück, blinder Passagier. Wir sehen uns später.

Danach löste sie sich auf wie Nebel und verschwand in eine unbekannte Richtung.

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