Als mein Mann inhaftiert wurde, kam meine Schwiegermutter immer wieder zu mir und gab mir die Schuld daran

Mein Name ist Emily. Ich hatte einfach nicht mehr die Kraft, die endlose Trunkenheit meines Mannes zu ertragen. Also packte ich wieder einmal alle Sachen von Ryan ein und schmiss ihn einfach vor die Tür. Soll er doch zu seiner Mutter gehen und ihr die Nerven rauben.

Ich hatte zwei Jahre lang mit Rayan zusammengelebt und ihn in dieser Zeit schon mehrmals aus dem Haus geworfen. Ryan zog zu seiner Mutter. Solange er bei seiner Mutter wohnte, trank er nicht und benahm sich nicht schlecht. Er benahm sich einfach wie ein richtiger Engel. Und dann bat er um Vergebung und um die Erlaubnis, zu mir und meinem Sohn zurückzukommen.

Meine Schwiegermutter gab mir die Schuld: dass ich meinen Mann nicht im Zaum halten konnte:
– Du bist eine Ehefrau! Und du musst einen Zugang zu deinem Mann finden!

Aber da habe ich nicht mitgezählt. Ich dachte, es sei Rayan, der einen Zugang zu mir finden müsse. Ich konnte auch ohne Ryan auskommen! Ich hatte meine eigene Wohnung, die ich von meiner Tante geerbt hatte, ich hatte einen guten Job. Ich hatte sogar ein Auto. Ryan verdiente viel weniger als ich. Aber er war so gut aussehend und lieb und nett, wenn er nüchtern war, dass ich ihn sehr liebte.

Ryan liebte mich auch, aber er hatte eine weitere große Schwäche: Er trank gern. Und wenn er betrunken war, hielt er sich für allmächtig, dachte, jeder sei sein Feind, und fing an, alles um sich herum zu zertrümmern. Er betrachtete die Möbel in unserer Wohnung, die Bäume und die Bänke auf der Straße als seine Feinde.

Mehrere Male wurde er wegen seines schrecklichen Verhaltens zur Polizei gebracht. Dort wurde er zu einer Geldstrafe verurteilt und zur Arbeit gemeldet. Dort schimpfte man mit ihm, entließ ihn aber nicht. In der ersten Zeit danach benahm sich Rayan sehr gut: Er war ruhig und gelassen. Er trank nicht, er reparierte Möbel. Und was nicht mehr repariert werden konnte, warf er einfach weg und kaufte neue.

Aber ich hatte genug von seinen Streichen. Ich war sie so leid. Eines Tages riss mir der Geduldsfaden, und ich packte wieder einmal seine Sachen und bat ihn zu gehen. Und er warf die Tasche mit seinen Sachen aus dem Fenster. Und die Tasche traf eine Nachbarin, die gerade die Straße hinunterging. Gott sei Dank war der Nachbar am Leben. Aber er war sehr wütend. Als Ryan auf die Straße rannte, kämpften sie. Die Polizei nahm sie beide mit. Sie brachten ihn ins Krankenhaus, und später steckten sie ihn in den Knast. Er hat ein Jahr im Gefängnis gesessen.

Ich lebte friedlich, aber jedes Wochenende kam meine Schwiegermutter zu mir. Sie schimpfte im ganzen Haus mit mir. Sie brüllte das ganze Treppenhaus an. Ich wollte sie nicht in unsere Wohnung lassen. Meine Schwiegermutter beschuldigte mich, Ryan ins Gefängnis gebracht zu haben. Und während ihr armer Sohn im Knast sitzt, genieße ich das Leben und gehe mit Männern aus. Aber sie will mein Leben ruinieren und sich an mir für ihren Sohn rächen!

Das ging so weiter, bis Ryan und ich offiziell geschieden waren. Aber auch dann ließ meine Schwiegermutter nicht locker. Sie begann, auf Mitleid zu drängen. Aber das hat nicht funktioniert. Und dann fing sie an, Beschwerden über mich an alle Behörden zu schreiben. Sie schrieb, ich hätte meinen Mann absichtlich weggeschickt, um mit Männern auszugehen.

Das war furchtbar dumm, aber es hat meinen Ruf wirklich ruiniert. Ich merkte, dass die Nachbarn schon anfingen, mich schräg anzuschauen. Das gefiel mir natürlich nicht besonders.

Und dann wurde ich auf der Arbeit befördert und mir wurde eine gute Stelle in einer anderen Stadt angeboten. Das habe ich nicht abgelehnt und bin nach anderthalb Monaten umgezogen. Ich bin sehr froh, dass ich das Angebot angenommen habe.

Das ist jetzt mehr als 20 Jahre her. Ich habe es nie bereut, dass ich in eine andere Stadt gezogen bin. In dieser Stadt habe ich einen guten Mann kennengelernt und zwei weitere Kinder zur Welt gebracht. Und an meine erste Ehe, meinen ersten Mann und meine Schwiegermutter, erinnere ich mich heute mit Grauen… Gut, dass das alles Vergangenheit ist…

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